Neue Meldepflichten für Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge gegenüber EIOPA

Eckdaten des EIOPA-Konsultationspapiers:

Gegenüber EIOPA meldepflichtig sind die nationalen Aufsichten (National Supervisory Authorities, NSAs). In welcher Form diese die Daten von den einzelnen Unternehmen einfordern werden, steht noch nicht fest. EIOPA und die EZB betonen, dass sie sich bei dieser Anforderung untereinander und auch mit OECD und Eurostat abgestimmt haben und auch die Meldefristen koordinieren wollen, damit den Meldepflichtigen möglichst geringer Aufwand entsteht. Im EIOPA-Konsultationspapier, der veröffentlichten Taxonomie und weiteren Veröffentlichungen seitens EIOPA sind bereits wesentliche Punkte festgelegt:

  • Für jedes Land erwartet die Nationale Aufsicht aggregierte Informationen über alle Einrichtungen der Betrieblichen Altersversorgung. Daneben müssen die Informationen für ausgewählte Einrichtungen einzeln gemeldet werden. Alle Einrichtungen mit einer Bilanzsumme von mehr als 1 Milliarde Euro müssen einzeln gemeldet werden. Gibt es in einem Land nicht wenigsten fünf Einrichtungen, die diese Grenze überschreiten, sind zumindest für jeweils die fünf größten Einrichtungen individuelle Meldungen zu erstellen, sofern diese eine Bilanzsumme von jeweils mindestens 100 Millionen Euro erreichen.
  • Zu melden sind vierteljährlich vier, jährlich elf Formulare, die in Inhalt und Struktur den Solvency II-QRTs ähnlich sind. Vierteljährlich werden allgemeine Informationen, die Bilanz und die Liste der Assets berichtet. Jährlich fordert EIOPA darüber hinaus Informationen zu länderübergreifenden Geschäften, Kosten, Fonds-Durchsicht, Kapitalerträge, Änderungen in den Rückstellungen und Informationen zu den Versicherten und deren Beiträgen, Pensionszahlungen und Transfers.

Die Angaben werden jeweils getrennt nach der Form der Zusage erfasst: Defined Benefit (DB), Defined Contribution (DC) und Hybrid. Hier die Bilanz als Beispiel:

 Reporting templates
Abbildung 1: EIOPA-CP-17-005_Pensions, Annex I: Reporting templates

EIOPA will das Meldeformat XBRL in der gleichen Taxonomie wie für Solvency II verwenden. Die Benennung der Meldeformulare und deren Struktur lehnen sich an die Solvency II-Anforderungen an: Zum Beispiel hat die Bilanz in Solvency II die Bezeichnung S.02.01, im Konsultationspapier für die EbAVs heißt sie PF.02.01.