Stornorisiko Non-Life

Das Stornorisiko Non-Life bildet zusammen mit dem Prämien- und Reserverisiko sowie dem Katastrophenrisiko die Risikokapitalanforderung für den Bereich Non-Life. Es stellt die Unsicherheit des Fortbestehens von Erst- und Rückversicherungsverträgen dar.

Grundlegendes zum Stornorisiko Non-Life

Das Stornorisiko nach Artikel 118 der DELEGIERTEN VERORDNUNG (EU) 2015/35 entspricht bei einem Erstversicherer dem Eigenkapitalverlust aus einer Kombination der nachfolgenden zwei Schockszenarien:

Szenario A spiegelt 40 % der Versicherungsverträge wider, bei denen sich, im Falle der Stornierung, der Best Estimate erhöhen würde.

Szenario B berücksichtigt Rückversicherungsverträge für künftig abzuschließende Versicherungs- oder Rückversicherungsverträge und simuliert einen den Rückgang um 40% der Anzahl jener künftigen Versicherungs- oder Rückversicherungsverträge,

die bei der Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen berücksichtigt werden. Die Beurteilung der beiden Szenarien erfolgt dabei pro Vertrag.

Zur Berechnung des relevanten SCRs für den Bereich Non-Life wird das Stornorisiko darüber hinaus mit dem Prämien- und Reserverisiko Non-Life und dem Katastrophenrisiko Non-Life unter der Verwendung der Kovarianzformel zusammengeführt. Dabei wird davon ausgegangen, dass das Stornorisiko unkorreliert mit den anderen beiden Risiken ist.

Berücksichtigung des Stornorisikos in den Quantitative Reporting Templates (QRT)

Das Stornorisiko ist Gegenstand des Meldeformulars S.26.05. Relevant hierfür sind die Werte der Szenarien A und B, sowie der Wert vor Schock.

Diese Werte werden durch Berechnung der Szenarien auf Einzelvertragsebene ermittelt.

Artikel ausdrucken: