Umsetzung der Säule II in Deutschland

Durch die Einführung der prinzipienbasierten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk(VA)) zum 01.01.2009 erfolgte in Deutschland eine konkrete Umsetzung der Säule 2 aus Solvency II vor deren europäischen Einführung im Jahre 2016. Sowohl MaRisk(VA) als auch Solvency II stellen neue Anforderungen an das Risikomanagement von Versicherungsunternehmen.

Die MaRisk(VA) im Überblick

Grundlage der MaRisk(VA) bildet das Rundschreiben 3 / 2009 der BaFin. In diesem werden § 64a VAG sowie § 104s VAG verbindlich ausgelegt. „Das Rundschreiben basiert auf dem Ansatz, dass die Geschäftsleiter eines Versicherungsunternehmens ein Risikobewusstsein entwickeln müssen, das stetig gelebt wird.“ (Rundschreiben 3 / 2009, 1(1))

Anwendung findet MaRisk(VA) gemäß Rundschreiben 3 / 2009, 2(1)) bei allen

  • Erst- und Rückversicherungsunternehmen mit Sitz in Deutschland einschließlich ihrer in- und ausländischen Niederlassungen im EU/EWR-Raum,
  • Pensionsfonds,
  • Versicherungsunternehmen im Sinne des § 105 VAG,
  • Rückversicherungsunternehmen im Sinne des § 121i VAG,
  • Versicherungsunternehmen im Sinne des § 110d VAG,
  • Versicherungs-Holdinggesellschaften gem. § 1b Abs. 1 VAG, die übergeordnete Unternehmen einer Versicherungsgruppe sind,
  • Gemischte Finanzholding-Gesellschaften, die nach § 104q Abs. 3 Satz 8 VAG als übergeordnetes Finanzkonglomeratsunternehmen eines Finanzkonglomerats bestimmt wurden, in dem die Versicherungsbranche am stärksten vertreten ist.

Die MaRisk(VA) setzen sich hauptsächlich zusammen aus